Die ILGA-World-Map im Diercke Weltatlas aus der Perspektive postkolonialer Kritik
Fallstricke und didaktische Implikationen
DOI:
https://doi.org/10.60511/54528Schlagwörter:
Atlaskarte, ILGA-World-Map, postkoloniale Kritik, Geographieunterricht, LehrkräftebildungAbstract
Eingebettet in ein emanzipatorisch-kritisches Bildungsverständnis, analysiert dieser Beitrag die ILGA-World-Map im Diercke Weltatlas aus der Perspektive einer postkolonialen Kritik. Der Beitrag zeigt auf, wie die Karte trotz gewonnener Sichtbarkeit zur rechtlichen Situation queerer Menschen im globalen Maßstab gleichzeitig eurozentrisch-geprägte Hierarchien und das Bild eines rückständigen Globalen Südens reproduzieren und verstärken kann. Aus einer postkolonialen Kritik legt der Beitrag potenzielle Fallstricke für die unterrichtspraktische Verwendung im Geographieunterricht offen. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Professionalisierung von Lehrkräften werden daran anknüpfend didaktische Implikationen vorgestellt, die es ermöglichen, postkoloniale Fallstricke mit den Schülerinnen und Schülern zu dekonstruieren und zu transformieren.
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