Von der „Geographie und ihrer Didaktik“ zur „Geographiedidaktik“

Autor/innen

  • Rainer Mehren

Abstract

Ein berühmtes Gleichnis lautet „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können – freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns emporhebt“. Es stammt vom Philosophen Bernhard von Chartres aus dem zwölften Jahrhundert und stellt einen Versuch dar, das Verhältnis der jeweils aktuellen Wissenschaftsgeneration zu den Leistungen früherer Generationen zu bestimmen. Aus der heutigen Sicht erscheinen die Vorgänger als Riesen und wir selbst als Zwerge, die von den Pionierleistungen der Vergangenheit profitieren. Indem wir den vorgefundenen Leistungen unseren eigenen bescheidenen Beitrag hinzufügen, kommt Fortschritt zustande. Es war dieses Gleichnis, was mir spontan in den Sinn kam, als ich in meiner Funktion als gegenwärtiger Vorsitzender des Hochschulverbandes für Geographiedidaktik gebeten wurde, unsere Ehrenvorsitzende Ingrid Hemmer angesichts ihres offiziellen Ausscheidens aus dem aktiven Hochschuldienst zu würdigen (die Anführung des Adjektivs offiziell ist in diesem Kontext wichtig, weil die Kombination von Ruhestand und Ingrid Hemmer natürlich eigentlich keinen Sinn ergibt). Vieles, was nachfolgende Vorstandsgenerationen erfolgreich angestoßen haben, hatte nur eine realistische Chance auf Erfolg, weil Ingrid Hemmer in ihrer von 1996–2014 währenden Amtszeit die Basis gelegt hat.

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Veröffentlicht

30. September 2021

Zitationsvorschlag

Mehren, R. (2021). Von der „Geographie und ihrer Didaktik“ zur „Geographiedidaktik“. Zeitschrift für Geographiedidaktik (ZGD), 49(3), 155–157. Abgerufen von https://zgd-journal.de/index.php/zgd/article/view/124

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